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Pulse of Europe und Mieterbund Mittelrhein e. V. fordern mehr Wohnraum

Dietrich Rühle

Anlässlich der Amtseinführung des neuen Koblenzer Oberbürgermeisters David Langner veranstaltete die Organisation "Pulse of Europe" eine öffentliche Veranstaltung zu ausgewählten Problemen der Stadt, zu der im Hinblick auf die Wohnungssituation in Koblenz auch der Mieterbund Mittelrhein e. V. eingeladen worden war. Pulse of Europe ("Europas Puls") ist eine überparteiliche und unabhängige Bürgerinitiative, die 2016 gegründet wurde, um "den europäischen Gedanken wieder sichtbar und hörbar" zu machen. Frau Dr. Langen von der Koblenzer Sektion dieser Bewegung wies dabei darauf hin, dass Europapolitik im lokalen Bereich beginne. Dazu gehöre auch, dass menschenwürdiger und bezahlbarer Wohnraum für alle vorhanden sei. Das sah auch der neue Oberbürgermeister Langner so: "Das Recht auf Wohnen ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen, ebenso wie Essen, Trinken oder Kleidung. Sozialer Friede wird nicht bleiben, wenn dieses Grundbedürfnis in einem derart reichen Land nicht erfüllt wird."

Dietrich Rühle, Vorsitzender des Mieterbundes Mittelrhein e. V., gratulierte Oberbürgermeister Langner im Namen des Vereins zum neuen Amt und drückte seine Anerkennung darüber aus, dass dieser schon in seinen früheren Funktionen gegenüber dem Mieterbund Mittelrhein e. V. für mietrechtliche Anliegen Interesse gezeigt habe. Zur Situation auf dem Koblenzer Wohnungsmarkt sagte er: "Das Problem liegt nicht bei den mittel- oder hochpreisigen Wohnobjekten, sondern es fehlt der niedrigpreisige Wohnraum, auf den die Bezieher niedriger Einkommen oder von Hartz IV angewiesen sind." Bundesweit seien rund 860.000 Menschen ohne Wohnung, bis 2018 drohten sogar 1,2 Millionen Menschen wohnungslos zu sein. Das seien Alarmzeichen, die ein Weckruf für die Politik sein müssten. "Wohnungsmangel und ständig steigende Mieten sind entscheidende Faktoren für Wohnungslosigkeit und Wohnungsarmut", so Rühle, "Der Deutsche Mieterbund fordert deshalb den jährlichen Neubau von bundesweit 400.000 Wohnungen, davon mindestens 200.000 Mietwohnungen und davon mindestens 80.000 Sozialwohnungen."

Für Bürger mit geringem Einkommen sei Wohnraum in Koblenz kaum noch zu finden. Nach einer Erhebung zum qualifizierten Koblenzer Mietspiegel sei festgestellt worden, dass die Mieten in der Stadt Koblenz im letzten Jahr um 3,1 % gestiegen sind, in den letzten sechs Jahren um 13 %. Kein anderer Grundbedarf unterliege einer auch nur vergleichbaren Verteuerung. Der Mieterbund Mittelrhein e. V. erkenne an, dass in den vergangenen fünf Jahren in Koblenz 880 neue Wohnungen entstanden seien, davon zwei Drittel in Mehrfamilienhäusern. Aber das ist für diejenigen, die nur begrenzt Mittel für das Wohnen aufbringen können, erheblich zu wenig. "Wir erleben in unseren Mieterberatungen immer wieder, dass Kündigungen für manche Mieter eine menschliche Katastrophe sind. Darum unser Appell: Herr Oberbürgermeister, nehmen Sie die Wohnungssituation in Koblenz zu Ihren vorrangigen Aufgaben."

Mai 2018

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